Sozialhilfequote sank im Jahr 2024 erneut
Das Bundesamt für Statistik hat im Januar 2026 die Sozialhilfestatistik vorgelegt. Eine wichtige Kenngrösse für die Städte ist die Sozialhilfequote. Sie entspricht dem Anteil der Personen an der gesamten ständigen Wohnbevölkerung einer Stadt, die im Erhebungsjahr von der Sozialhilfe unterstützt wurden. In der Stadt Dietikon ist die Sozialhilfequote von 3,9 % auf 3,5 % gesunken. Die durchschnittliche Sozialhilfequote im Kanton Zürich liegt bei 2,5 %. Die Stadt Dietikon hatte in der Vergangenheit eine der höchsten Sozialhilfequoten, nun ist sie gleich hoch wie etwa die Sozialhilfequote der Stadt Zürich.
Eine Senkung der Sozialhilfequote hat mit verschiedenen Faktoren zu tun. Dazu gehören äussere Einflüsse, wie eine gute Wirtschaftslage oder tiefe Arbeitslosigkeit, aber auch die Art und Intensität der Begleitung und Unterstützung der Sozialhilfebeziehen durch die Fallführenden kann einen Einfluss haben. So konnten im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr 28 Personen mehr (+15 %) abgelöst werden als im Vorjahr, weil sie ihre Existenz mit Sozialversicherungsleistungen decken konnten. Die Klärung der Sozialversicherungsan-sprüche ist oft komplex und aufwändig; sie setzt spezifisches Fachwissen und genügend Ressourcen der Fallführenden voraus.
Erfreulich ist, dass die Anzahl Personen, welche weniger als ein Jahr mit Sozialhilfe unter-stützt werden müssen, um 8,2 % zugenommen hat. Damit liegt die Stadt Dietikon deutlich über dem kantonalen Durchschnitt. Die Überbrückung von kurzfristigen Notlagen kann nötig sein, wenn eine andere Sozialversicherung noch nicht greift oder geklärt werden muss. Die Stadt Dietikon macht gleich zu Beginn des Sozialhilfebezugs sehr gute Erfahrungen mit der erwerbsorientierten Beratung durch die Fachstelle Arbeitsintegration. Gerade weil mit zunehmender Bezugsdauer die Wahrscheinlichkeit sinkt, sich von der Sozialhilfe abzulösen, ist ein frühzeitiger Einsatz dieser Art von Beratung besonders wichtig. Eine bedarfsgerechte, kontinuierliche und zielgerichtete Unterstützung durch die Fallführenden hilft dabei.
